Praxistip: Heizkörper entlüften
06.10.2011, 08:41 Uhr von Stephan Rech (Kommentare: 0)
Ob sich Luft im Heizkörper befindet, erkennt man häufig an dem typisch
gluckernden Geräusch. Oder der Heizkörper wird vor allem im oberen
Bereich nicht richtig warm, obwohl das Thermostat voll aufgedreht ist.
In diesem Fall empfiehlt es sich, die Heizkörper zu entlüften. Falls
möglich, sollte vorher die Heizungsumwälzpumpe ausgeschaltet werden.
Wichtig ist auch, den Wasserdruck an der Heizanlage bzw. der Therme zu
überprüfen. Ist dieser zu niedrig, muss vorher Heizungswasser
nachgefüllt werden.
Für den eigentlichen
Entlüftungsvorgang braucht man nur einen Vierkantschlüssel aus dem
Baumarkt, eine kleine Schüssel oder einen Eimer sowie ein Tuch zum
Abdecken des Fußbodens.
Das Entlüftungsventil des
Heizkörpers befindet sich in der Regel oben an der gegenüberliegenden
Seite des Thermostats. Dieses Ventil wird nun mit dem Vierkantschlüssel
vorsichtig geöffnet, aber auf keinen Fall ganz herausgedreht. Zunächst
entweicht mit einem zischenden Geräusch die Luft aus der Heizung, dann
folgt Wasser und das Ventil kann bei einem dann konstant fließenden Strahl wieder geschlossen werden.
Heizwasser nachfüllen
Nach
dem Entlüften muss gegebenenfalls noch einmal Wasser ins Heizsystem
nachgefüllt werden, da sonst der Betriebsdruck nicht ausreicht, um alle
Heizkörper mit heißem Wasser zu versorgen. Erkennbar ist ein möglicher
Druckabfall am Manometer, der den Wasserdruck in Bar anzeigt. Jede
Heizanlage arbeitet mit ihrem eigenen Betriebsdruck abhängig von der
Gebäudehöhe und der Lage der Heiztherme. Der optimale Wasserdruck wird
am Manometer meistens durch einen grün gekennzeichneten Bereich
angezeigt, der maximale Befülldruck durch eine rote Nadel.
Sollte
der Wasserstand zu gering sein, muss zum Nachfüllen ein Schlauch an das
Wassereinlassventil der Heizanlage bzw. Therme angeschlossen werden.
Damit keine Luft über den Schlauch ins System gelangt, zunächst den
Schlauch mit Wasser füllen. Dazu hält man das Ende in einen Eimer, dreht
kurz den Wasserhahn auf, schließt den Schlauch an und öffnet dann
nacheinander den Wasserhahn und das Ventil am Gerät.
Wer
nicht weiß, wo Wasser nachgefüllt wird und wie viel Bar erforderlich
sind, findet die Informationen in der Bedienungsanleitung - oder lässt
sich den Vorgang bei der nächsten Wartung vom Fachmann zeigen.
Da
das eingefüllte Heizwasser beim Erwärmen ausgast und sich somit
möglicherweise erneut Luft im System verteilt, kann es sein, dass die
Heizkörper noch einmal entlüftet werden müssen.
Quelle: http://www.bauen.com/
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